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Montag, 26. Februar 2018

Sicherheit im Atemschutzeinsatz

Um möglichst große Sicherheit zu garantieren, sind alle Atemschutzgeräte mit einem Totmannwarner und einer Notfalltasche ausgestattet. 

Bewegt sich der Geräteträger nicht mehr, gibt es einen kurzen Signalton, der verstummt, sobald sich der Geräteträger wieder bewegt.

Bewegt er sich jedoch nicht, steigt das Signal immer höher an, bis es zu einem lauten, schrillen Dauerton kommt. Bemerkt der Geräteträger selbst, dass etwas nicht stimmt, kann er den Alarm auch selbst auslösen. Durch Drücken des roten Knopfes auf der Vorderseite ertönt der Alarm sofort. Zusätzlich signalsisieren LED's den Standort des Geräteträgers.

Der Totmannwarner hilft so, einen verunfallten Geräteträger möglichst schnell zu finden.

Notfalltasche für Atemschutzgeräteträger

Die Kriterien bei der Beschaffung der Notfalltasche waren zum Einen Sicherheit der Trupps, zum Anderen aber auch Effizienz im Einsatzablauf.

Die darin verstauten Hilfsmittel ermöglichen beides: Mit der Rettungsschere kann sich der Feuerwehrmann im Einsatz befreien, mit der Bandschlinge einerseits einen verunfallten Kameraden aus dem Gefahrenbereich ziehen, andererseits aber auch zum schnellen Schließen von Türen einsetzen. Die Holzkeile sichern unter Türen den Rückzugsweg und mit Ölkreide und Farbbändern werden Türen gekennzeichnet. Damit ist jedem weiteren Trupp sofort klar, ob der Raum bereits abgesucht wurde, ob sich der Trupp bereits darin befindet oder ob dieser Raum noch abzusuchen ist und ob darin jemand gefunden wurde.

Dadurch wird sichergestellt, dass kein Raum mehrmals unnötig abgesucht wird.

 

Atemschutzüberwachung

Mit der Checkbox 5+1 lassen sich zeitgleich 6 Trupps überwachen. Jeder Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Münster besitzt an seiner Einsatzkleidung einen Chip, auf dem sein Name gespeichert ist. Wird ein Trupp eingesetzt ziehen beide Kameraden ihre Chips über die im Fahrzeug verstaute Checkbox und werden so registriert.

Der Maschinist übernimmt nach der Fahrt die Atemschutzüberwachung und fragt über Funk in bestimmten Zeitabständen (die Checkbox signalisiert den Zeitpunkt durch einen lauten Ton) den Druck der Atemschutzgeräte des Trupps ab. Somit ist immer ersichtlich, wer eingesetzt ist und wie lange der Trupp noch im Einsatz bleiben kann.

Hat der Trupp seinen Einsatzauftrag beendet, loggt er sich wieder bei der Atemschutzüberwachung durch Ziehen seines Chips über das Grät aus.