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Montag, 21. Mai 2018

Kohlenstoffdioxid

Kohlenstoffdioxid (CO2), Umgangssprachlich auch Kohlendioxid genannt, ist ein geruchloses, farbloses und elektrisch nicht leitendes Gas. Es ist schwerer als Luft und für Menschen in einer Konzentration bis zu ca. 5 Vol.% ungefährlich. In höheren Konzentrationen ist es dagegen schädlich. CO2 führt zunächst zur Bewusstlosigkeit und bei längerer Einwirkung zum Tode.

CO2 ist elektrisch nicht leitfähig, was es zur ersten Wahl bei Bränden in Schalt- und Sicherungskästen macht. Es ist ein "sauberes" Löschmittel, das heißt es verflüchtigt sich rückstandsfrei. Es verursacht keine Umweltschäden, von der CO2-Problematik einmal abgesehen.

Worauf zu achten ist: Es verdrängt den Sauerstoff und damit besteht in geschlossenen Räumen Erstickungsgefahr, dort muss ein von der Umluft unabhängiges Atemschutzgerät getragen werden.
CO2 hat nur eine geringe Kühlwirkung, allerdings ist das Gas selbst beim Austritt aus dem Feuerlöscher sehr kalt   und es kann bei längerer, ungeschützter Berührung zu Erfrierungen kommen.

Durch das schnelle Verflüchtigen besteht immer die Gefahr einer Rückzündung. Ein weiterer Nachteil ist, es können nur sehr geringe Wurfweiten erzielt werden (bei Feuerlöschern nur ein bis zwei Meter).

Bei der Feuerwehr Münster ist Kohlenstoffdioxid in tragbaren Feuerlöschern eingesetzt und auf dem HLF 20/30 und TLF 16/24 verlastet.