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Montag, 19. November 2018

Überdrucklüfter

Der einsatztaktische Wert eines richtig eingesetzten Überdrucklüfter ist nicht zu unterschätzen! Rauch, Atemgifte und Wärme stellen Bränden eine besondere Gefahr dar. Eine gezielte Ableitung beseitigt diese Gefahr. Überdrucklüfter erzeugen einen Luftkegel, der die Eintrittsöffnung vollständig abdeckt, in den Raum eindringt und Wärme, Rauch und Atemgifte aus einer weiteren Öffnung (z.B. ein Fenster, eine zweite Tür) aus dem Raum drückt. So kann ein Lüfter in Verbindung mit dem mobilen Rauchverschluss z.B. bei einem Wohnungsbrand das Treppenhaus rauchfrei halten, und den im Haus verbliebenen Bewohnern so einen einwandfreien Fluchtweg gewähren. Der herrschende Überdruck verhindert, dass Rauch und Gase in die Richtung des Lüfters strömen.

Antrieb durch Wasserturbine

Für Arbeiten in Bereichen mit Explosionsgefahr ist der wasserbetriebene Lüfter gedacht, da er zum Antrieb des Propellers keinen Verbrennungsmotor benötigt. Der Antrieb erfolgt über eine Wasserturbine.

Mit diesem Lüfter kann auch ein regulierbarer Wassernebel erzeugt werden, der zusammen mit dem Luftstrom verteilt wird und so kühlen, bzw. gefährliche Dämpfe niederschlagen kann.

Beide Lüfter sind auf dem TLF 16/24Tr verlastet.

Antrieb durch Elektomotor

Auf dem HLF 20/30 wird ein weiterer, durch einen 50Hz Elektromotor angetriebener Lüfter, bereitgehalten. Der Elektromotor ist explosionsgeschützt und kann somit auch in einer explosionsgefährdeten Umgebung eingesetzt werden. Der integrierte Luttenadapter ermöglicht den Anbau langer "Lutten", Luftschläuche mit 30cm Durchmesser. Der Luftstrom lässt sich so perfekt lenken, bzw. es kann gezielt abgesaugt werden.

 

Durch eine adaptive Plattform kann der TM 32 auch zu Belüftungsmaßnahmen eingesetzt werden. Dazu wird an einer der beiden Aufnahmen an der Vorderseite des Rettungskorbes die Plattform befestigt, und der Lüfter darauf gestellt. Spanngurte sichern den Lüfter.