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Sonntag, 27. Mai 2018

Warum Rauchmelder?

Sie haben sicherlich schon einmal gesehen, daß wenn Sie eine Kerze anzünden sich ein wenig Rauch bildet. Das ist ein ganz natürlicher Verbrennungsprozess, in dem sich Rückstände absetzen, in diesem Fall Ruß. Stellen Sie sich einmal vor, es kommt zu einem Wohnungsbrand: Auch hier verbrennen verschiedene Stoffe und auch bei diesem Verbrennungsprozess wird Rauch freigesetzt.

Wie funktioniert so ein Rauchmelder?

Die Funktionsweise eines solchen Rauchmelders ist eigentlich bei den verschiedenen Fabrikaten immer die Gleiche oder ähnelt sich. Um den Rauch festzustellen, muss der Rauchmelder in der Lage sein, Messungen durchzuführen. Dafür gibt es im Inneren des Melders eine Messkammer, die von allen Seiten durchlüftet wird. In der Messkammer ist eine Lichtquelle eingebaut (meist eine Diode), die in regelmäßigen Abständen einen Lichtblitz "abfeuert". Sollte dieser Lichtblitz auf einen Rauchpartikel stoßen, so entsteht in der Messkammer von der Reflektion ein Streulicht, was von einer Fotozelle aufgefangen wird. Diese Fotozelle gibt einen elektrischen Impuls an einen Auswerter, der dann einen akustischen Alarm auslöst. Dieser Alarm ist so laut, das Sie ihn garantiert wahrnehmen werden und so rechtzeitig geweckt werden. Der Blitz, der von der Lichtquelle ausgestoßen wird, ist für das menschliche Auge nicht zu sehen. So das Sie nichts von der Funktionsweise des Rauchmelders mitbekommen.

Wo sollten Rauchmelder installiert werden?

Nach Artikel 1 des Gesetzes zur Änderung der Hessischen Bauordnung (HBO) vom 20. Juni 2005 (GVBI. I S. 434) „müssen in Wohnungen Schlafräume und Kinderzim­mer sowie Flure, über die Rettungswege führen, jeweils mindestens einen Rauch­warnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Bestehende Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2014 entsprechend auszustat­ten."

Die Handlungsempfehlung zur HBO (HE-HBO) enthält dazu folgende Erläuterungen

13.5.1   Die in Satz 1 enthaltene Pflicht, in Wohnungen Schlafräume und Kinder-, zimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, mit jeweils mindestens einem Rauchwarnmelder auszustatten, ist durch das Gesetz zur Änderung der Hessischen Bauordnung vom 20.06.05 (GVBI. I S. 434) neu geregelt worden.

13.5.2   Rauchwarnmelder sind Bauprodukte. Für Einbau, Betrieb und Instandsetzung von Rauchwarnmeldern wird auf die DIN 14676 (Ausgabe März 2003)  als nationale Anwendungsnorm hingewiesen. Die technischen Anforderun­gen sind inzwischen in DIN EN 14604 (Fassung Oktober 2005) geregelt. Die Rauchwarnmelder sollen/müssen das CE Kennzeichen inkl. der Prüfnummer EN 14604 aufweisen.

Auch sind inzwischen Rauchwarnmelder mit Brandkennmustern im Handel zu erhalten. Diese sind insbesondere für Raucher in den eigenen vier Wänden gedacht.

Wo bekommen Sie Rauchmelder und was kosten sie?

Sie erhalten Rauchmelder im Elektrofachgeschäft, im Baumarkt, im Kaufhaus oder im Versandhaus. Der Preis für ein solches Gerät liegt, je nach Ausstattung zwischen 5,-- und 50,-- Euro. Das sollte Ihnen Ihre Sicherheit auf jeden Fall wert sein.