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Montag, 14. Oktober 2019

Nachrichtenarchiv

Aufräumarbeiten nach Waldbrand in Münster-Breitefeld

Ein Waldbrand auf dem ehemaligen Muna-Gelände (Munitionsanstalt) in Münster beschäftigte vom 30.06. bis zum 04.07.19 zahlreiche Feuerwehren in Südhessen. Auf einer Fläche von ca. acht Hektar waren Bodenbewuchs und Bäume großflächig in Brand geraten.

Mit einen enorm hohen Kräfteansatz, in Wechselschichten waren über vier Tage ca. 650 Einsatzkräfte von 33 Freiwilligen Feuerwehren – darunter alle Feuerwehren aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg -, THW, DRK, JUH, vier Werkfeuerwehren, eine Berufsfeuerwehr, Polizei und dem Kampfmittelräumdienst an der Einsatzstelle. Sie leisteten zusammen etwa 11.670 unentgeltliche Arbeitsstunden für die Allgemeinheit. Das entspricht einer Einzel-Personenarbeitsleistung von sechs Jahren.

Am 03.07.2019 konnte um 16:11 Uhr, nach langen, intensiven Löschmaßnahmen die Meldung „Feuer aus“ abgesetzt werden. Am 03.07.19 um 20:35 übernahm die Feuerwehr Münster die Verantwortung für die Einsatzstelle. Um 20:39 erfolgte dann auch noch eine Parallel-Alarmierung der Feuerwehr Münster wegen der Landung eines Rettungshubschraubers. Bis zum 04.07. um 21 Uhr wurden in regelmäßigen Abständen von zwei Stunden Kontrollfahrten durchgeführt. Ein erneutes Bodenfeuer an der Einsatzstelle musste am 05.07. um 17:40 gelöscht werden.

Um den Wasserbedarf von 11 Millionen Litern (ca. 73.500 Badewannenfüllungen) sicher zu stellen wurden ca. 15 Kilometer Schlauchleitungen verlegt.

Da aber auf Grund der Einsatz- und Wetterlage - intensive Sonnenstrahlung begleitet von hohen Temperaturen -  mit möglichen Folgebränden gerechnet werden musste, verblieben große Teile der aufgebauten Wasserversorgung bis zum 06.07. im Bereich der Einsatzstelle.

In einer großangelegten Rückbauaktion konnte dann am 06.07.19 ab 7:30 Uhr das Schlauchmaterial von insgesamt 120 Einsatzkräften aus verschiedenen Feuerwehren des Landkreises DA-DI zurückgebaut werden.

Die körperlichen Belastungen der Einsatzkräfte wurden durch die Sonneneinstrahlung nicht gerade erleichtert. Dennoch waren bis 12 Uhr am Samstag nach einer erneuten großartigen Teamleistung alle Schläuche aus dem Waldgebiet geräumt und sortiert. Der Großteil des Schlauchmaterials konnte an die anwesenden Feuerwehren  übergeben werden, die noch verbliebenen Ausrüstungsgegenstände der überörtlichen Kräfte werden im Feuerwehrhaus Münster zwischengelagert. Damit ist zwar das große Aufräumen abgeschlossen, in den jeweiligen Feuerwehren fängt jetzt aber ein umfangreiches Putz- Prüf- und Reparaturprogramm an. Bis alle Einsatzfolgen beseitigt sind werden sicherlich noch einige Arbeitstage erforderlich sein.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, zubereitet von der Ehren- und Altersabteilung der Feuerwehr Münster, richteten Kreisbrandinspektor Schecker, Gemeindebrandinspektor und der 1. Beigeordnete der Gemeinde Münster Stemme herzliche Dankesworte an alle Einsatzbeteiligten und somit endete einer der größten und zeitintensivsten Feuerwehreinsätze im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Eingesetzte Kräfte bei der Aufräumaktion:

  • Freiwillige Feuerwehren Münster, Eppertshausen, Dieburg, Gr.-Umstadt, Gr.-Zimmern, Gr.-Bieberau, Pfungstadt, Griesheim, Roßdorf, Reinheim, Babenhausen, Schaafheim, Messel, Seeheim-Jugenheim, Fischbachtal, Erzhausen, Modautal, Ober-Ramstadt
  • Brandschutz-Aufsichtsdienst LK DA-DI
  • Ehren- und Altersabteilung der Feuerwehr Münster
  • 1. Beigeordneter Stemme, Gemeinde Münster
  • Pressegruppe Feuerwehr DA-DI

 

 

 

So. 07.07.2019 22:19 Uhr Alter: 98 Tage