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Montag, 25. März 2019

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Einsatzinformationssystem in Dienst gestellt

In einer feierlichen Ansprache im Rahmen des 32. Oktoberfestes hat der Vereinsvorsitzende Josef Haus das neue Einsatzinformationssystem an die Wehr übergeben.

So werden fortan alle Alarmierungen der Freiwilligen Feuerwehr Münster (inkl. Löschgruppe Altheim) von einer speziell für diesen Zweck entwickelten Software ausgewertet und auf insgesamt vier Bildschirmen angezeigt. "Der Markt für solche Software ist sehr überschaubar.", erklärt Andreas Dollheimer, der die Produktbeschaffung koordinierte, auf Nachfrage. Letztlich entschied man sich für das Einsatzinformationssystem 8, kurz EIS, der Firma FireOrg Software. "Der Funktionsumfang ist gut und die Einstellmöglichkeiten vielfältig. Weiterhin wurden aufgedeckte Programmfehler schnell behoben und mittlerweile in einer neuen Version zur Verfügung gestellt.", so Dollheimer. Auf diesem Weg trugen die Kameraden der Gruppe für Öffentlichkeitsarbeit sogar positiv zur Produktqualität des EIS bei.

Während die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Münster von der Leitfunkstelle Darmstadt Dieburg über Funkmeldeempfänger zu Einsätzen alarmiert werden, wurde mit der Indienststellung des neuen Systems der zusätzliche Versand einer Einsatz-E-Mail beauftragt. Diese Nachricht enthält alle relevanten Einsatzinformationen, wie bspw. das Einsatzstichwort und den genauen Einsatzort, und wird vom EIS ausgewertet. Die aufbereiteten Informationen werden über drei 20m VGA Kabel von der Einsatzzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Münster in die Fahrzeughallte übertragen. Neben einem Bildschirm in der Zentrale selbst, sind die ausgewerteten Details besonders dort wo sich die Mannschaft bei jedem Einsatz zur Fahrzeug- und Funktionseinteilung aufstellt  auf drei gut sichtbaren 27" Bildschirmen zu sehen. Angezeigt werden hier die auszurückenden Fahrzeuge gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung, ein Web-basierter Landkartenausschnitt auf dem der Einsatzort markiert ist und die Einsatzmeldung als solche. Weiterhin ist das System mit der Haussprechanlage verbunden, wodurch in den Unterrichtsräumen sowie den Fahrzeughallen im Falle eines Alarms eine akustische Alarmierung zu hören ist. Hierzu wurde von der sogenannten Text-zu-Sprache Funktionalität Gebrauch gemacht, die dafür sorgt, dass neben einem Alarmton die gesamte Einsatzmeldung durchgesagt wird. Weiterhin gibt ein am Eingang des Umkleideraums montierter und über WLAN angesteuerter Drucker eine Alarmdepesche und den auf einem der Bildschirme angezeigten Landkartenausschnitt aus. Die Ausdrucke sind für den Führer des Einsatzleitwagens gedacht und machen besonders bei Einsätzen in langen Straßen eine effizientere Anfahrt möglich.

Um das System auf die Bedürfnisse der Freiwilligen Feuerwehr Münster anzupassen, sind neben der eigens entwickelten Alarm- und Ausrückeordnung auch alle Alarmstichworte und vor allem alle Straßen der Gemeinde Münster samt Hausnummern in die Datenbank des Systems eingelesen worden. Diesbezüglich gilt der Gemeine Münster, die eine komplette Liste aller Straßennamen in digitaler Form zur Verfügung stellte, ein besonderer Dank.

"Nun werden bereits bei der Ankunft im Gerätehaus alle Einsatzkräfte automatisch über den bevorstehenden Einsatz informiert. So sind erste Absprachen schon während des Anlegens der persönlichen Schutzausrüstung möglich. Das neue Einsatzinformationssystem stellt einen großen Mehrwert für die gesamte Wehr dar. Für die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit die nötig waren, um diese Idee in die Praxis umzusetzen, möchte ich mich bei den Kameraden bedanken.", sagte der Gemeindebrandinspektor Florian Kisling.

 

Mo. 01.10.2012 09:24 Uhr Alter: 6 Jahre