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Dienstag, 12. Dezember 2017

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Feuerwehr feiert ihr 37. Oktoberfest

Münster - Wer einst zum Oktoberfest wollte, musste sich schon nach München begeben. Anlässlich der Hochzeit im Jahr 1810 zwischen Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese geht das Ereignis zurück. Es fand solchen Anklang, dass es seitdem alljährlich wiederholt wird. Von Peter Panknin 

Heute hat es den Main längst in nördlicher Richtung passiert und es wird auch in Hessen kräftig gefeiert. So auch in Münster, wo die Freiwillige Feuerwehr bereits auf 36 vergangene Feste im Oktober zurückblicken kann. Heuer gab es zum Motto „Die Nacht in Tracht“ nicht nur die 37. Ausgabe, gleichzeitig beging die Wehr das 145. Jahr ihres Vereinsbestehens. Dem Motto folgend, erschien die Mehrheit der Besucher in Tracht – oder zumindest in trachtähnlicher Kleidung. Da gab es von der Haartracht der Damenwelt (Zöpfe oder ums Haupt gewundener Haarkranz) bis zum schicken Dirndl (nach bayerischer Art mehr oder weniger reichlich gefüllt) passend gekleidete Gäste, bei den Männern waren zumindest karierte Hemden und Lederhosen angesagt. Nicht kariert, aber beachtenswert waren die Herren in der krachledernen Hose, die „obenherum“ blaue Feuerwehrhemden trugen.

Bis zum Bieranstich kurz nach 20 Uhr hatten sich bereits mehr als 400 gut gelaunte Oktoberfestbesucher am Samstag eingefunden. Bürgermeister Gerald Frank und Erster Beigeordneter Jan Stemme waren verhindert, wie der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Josef Haus, in seiner Begrüßungsansprache erläuterte. Statt der vorgenannten hieß er Elisabeth Happel und Norbert Schewe als Gemeindevertreter willkommen. Der Bieranstich ging rasch über die Bühne, denn Schewe brachte mit einem Schlag den Hahn zum Sitzen und angezapft war.

Eine Spitzenleistung vollbrachten die Männer vom „Waidler Wahnsinn“. Dahinter verbergen sich gestandene Mannsbilder aus der Oberpfalz, auch Waldler oder Waidler genannt. Mit zünftiger Oberkrainer-, bayrischer und steirischer Musik, über Schlager und Oldies bis hin zu Rock und Hits der Popmusik brachten die Gesandten in kürzester Zeit vor allem junge Leute auf die Bänke.

Die Stimmung hielt sich auf erfreulich hohem Niveau, das problemlos von der nachfolgenden Band gehalten wurde. Die „Hinnergassebuwe“ und die von ihnen gebotene Musik sind sehr beliebt. Bis tief in die Nacht zog sich das fröhliche Geschehen im Feuerwehrhaus hin.

Am Sonntag ging es dann in Runde zwei des Festes, die etwas gemütlicher mit einem Frühschoppen begann. Für sonntägliche und damit verbunden eben gemütlichere musikalische Klänge sorgten die Spielgemeinschaft des Blasorchesters Altheim und des Musikzugs Schaafheim.

Die am Morgen sichtbaren Wolken verzogen sich rasch. Schnell wie die Feuerwehr parkten die Mannen der Wehr die zur Parade aufgestellten Fahrzeuge um und zauberten für die Kinder eine Hüpfburg und für die Erwachsenen Biertischgarnituren und Sonnenschirme auf den Platz vor der Halle. So schnell wie der Aufbau vonstattenging, so schnell waren die Plätze auch belegt, denn leckere Speisen in Form von gegrillten oder gekochten Schweinshaxen für den größeren Appetit sowie Weißwürste mit Brezeln für den kleinen Hunger lockten zahlreiche Besucher zum Fest. Nach dem Mittagessen konnte man sich noch an Kuchen laben, wer kein Bier (mehr) mochte, griff zum Kaffee. Ein stimmungsvolles Familienfest, so wie die Münsterer es gerne feiern.

Bericht: Offenbach-Post vom 04.10.2017
Bilder: Feuerwehr Münster

 

Do. 05.10.2017 14:38 Uhr Alter: 68 Tage