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Feuerwehr geht der Nachwuchs aus
Bei Hessens Feuerwehren schrillen die Alarm-Sirenen: Wegen des demografischen Wandels droht ein Nachwuchsmangel. Nun sollen vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund begeistert werden.
Eine Krise sieht Holger Schönfeld, Sprecher des Landesfeuerwehrverbands Hessen, zwar noch nicht. Aber bei einzelnen Feuerwehren gebe es schon Mitgliedersorgen, weiß er. Das Problem werde sich in Zukunft mit der Alterung der Gesellschaft verschärfen. Die Jugendfeuerwehren müssten sich auf einen möglichen Mitgliederschwund einstellen. "Der Kuchen wird kleiner", prophezeit Schönfeld.
Anteil junger Migranten soll erhöht werden
Um das drohende Nachwuchsproblem zu lösen, will der Feuerwehrverband handeln. "Wir müssen jetzt mit dem Land und den Kommunen sprechen", erklärte Schönfeld. Zudem hat der Verband eine Imagekampagne gestartet, mit der vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund angelockt werden sollen. Bisher machen sie nur einen Anteil von fünf Prozent an den insgesamt 76.452 Feuerwehrleuten in Hessen aus. Mit den Ausländerbeiräten wie zum Beispiel in Offenbach soll verstärkt zusammengearbeitet werden.
Bei den Feuerwehrfrauen hingegen sieht Schönfeld keine Nachwuchsprobleme. "Bei Mädchen ist Hessen deutschlandweit gut aufgestellt", sagte der Verbandssprecher. Die Zahl der Feuerwehrfrauen stieg 2008 um vier Prozent auf über 7.000.
Keine Pflichtfeuerwehr notwendig
Insgesamt gibt es hessenweit 2.576 Stadt- und Ortsteilfeuerwehren. In jeder hessischen Gemeinde ist mindestens eine Feuerwehr eingerichtet. Auch eine Jugendfeuerwehr findet sich fast überall. Mehr als 97 Prozent der Feuerwehrleute arbeiten ehrenamtlich. Daran werde sich nichts ändern, glaubt Schönfeld. Dass eine Pflichtfeuerwehr eingeführt werden muss, befürchtet er nicht.
Quelle: hr-online.de vom 16.01.2010


