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Samstag, 22. September 2018

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Katastrophenschutzübung in Münster-Breitefeld

Zu einer Waldbrand-Übung  trafen sich am 30.05.2015 zahlreiche Katstrophenschutzeinheiten in Münster-Breitefeld 

„Die Anfänge von Breitefeld liegen in einer 1939–1940 im Rahmen der Aufrüstung der Wehrmacht errichteten Munitionsanstalt (kurz Muna) der deutschen Luftwaffe. Unter dem offiziellen Namen Lufthauptmunitionsanstalt Dieburg diente sie der Fertigstellung und Lagerung von Luftwaffenmunition. Die Lagerung der Munition erfolgte in zahlreichen oberirdischen Bunkern. Beim Herannahen amerikanischer Fronttruppen Ende März 1945 wurden die meisten Bunker mitsamt der darin lagernden Munition von der deutschen Wehrmacht selbst gesprengt. Nach Kriegsende erfolgten weitere Sprengungen, wodurch ein großer Teil des Münsterer Waldes verseucht wurde.

Unter dem Namen Muenster Ammo Depot wurde die ehemalige Luftmunitionsanstalt von der US-Army ab 1951 weiter genutzt. Im Bereich der ehemaligen Wohn- und Verwaltungsgebäude der Muna entstand die Muenster Kaserne. Diese wurde bis 1995 von verschiedenen amerikanischen Einheiten belegt. Der heutige Ortsteil entstand 1997. Der größte Teil des 280 ha großen Geländes der ehemaligen Muna ist weiterhin durch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg verseucht und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.“

Geübt wurde daher auch außerhalb der belasteten Flächen, um keine Risiken einzugehen. Angenommen wurde, dass durch eine korrodierte Phosphor-Granate unbemerkt ein Feuer ausgelöst wurde. Da der Brandausbruch längere Zeit unentdeckt blieb, umfasste das zu schützende Gebiet eine Fläche von 240.000 qm.

Gemäß Alarmplan wurde zuerst die Feuerwehr Münster  mit dem Alarmstichwort F2 Wald alarmiert. Die ersten Kräfte leiteten sofortige Löschmaßnahmen ein und starteten den Aufbau der Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz.

Aufgrund der Intensität des Brandes und der  Größe des betroffenen Areals wurde durch Einsatzleiter Florian Kisling (Gemeindebrandinspektor Münster) die Nachalarmierung von KATS-Kräften der Feuerwehren Dieburg, Eppertshausen und Babenhausen veranlasst. Außerdem wurde auch noch der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises DA-DI nach Münster beordert.

Zur Sicherstellung des Löschwasserbedarfs wurden aus einem offenen Gewässer und einem Brunnen des alten Wasserwerkes Breitefeld Schlauchleitungen auf einer Länge von 1540  Metern verlegt um 18 Strahlrohre mit Wasser zu versorgen. Das alte Wasserwerk ist extra für diesen Zweck mit einer Vorrichtung zur Entnahme von Löschwasser ausgerüstet.

Ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen der bei Waldbränden normalerweise üblich ist, war wegen der ausreichenden Wasser-Reserven nicht erforderlich. Insgesamt waren 23 Fahrzeuge mit 109 Einsatzkräften an der Übung beteiligt.

Bürgermeister Gerald Frank, Kreisbrandmeister Matthias Maurer-Hardt und Herr Sturm von Hessen Forst informierten sich vor Ort über den Verlauf der Übung, die Umsetzung der Alarmpläne und das Erreichen des Übungszieles: Eingrenzen des Feuers auf den Ausbruchbereich des Brandes und Abschirmen angrenzender Flächen, sowie die Bildung von Brandschneisen um die räumliche Weiterentwicklung des Feuers zu unterbinden.

Parallel zur Übung sorgten zwei Köche und ein „Geschmacksmeister“ im Feuerwehrhaus Münster für den kulinarischen Höhepunkt des Tages: Der pikante Gulascheintopf  krönte den gelungenen Verlauf der Übung.

Eingesetzte Kräfte:  

  • Feuerwehr Münster
  • Feuerwehr Münster-Altheim
  • Feuerwehr Dieburg
  • Feuerwehr Eppertshausen
  • Feuerwehr Babenhausen
  • Brandschutzaufsichtsdienst
  • Bürgermeister Münster
  • Hessen Forst
  • ELW 2 LK DA-DI
  • Pressegruppe Darmstadt-Dieburg

Quelle: Pressegruppe LK Da-Di

 

So. 31.05.2015 11:24 Uhr Alter: 3 Jahre