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Montag, 17. Dezember 2018

Nachrichtenarchiv

Wann Minimizer, wann Wonderbra?

Münster - Mehr als drei Stunden Programm brachte die Freiwillige Feuerwehr Münster im Stützpunkt am Abtenauer Platz auf die Bühne. Vereinsvorsitzender Josef Haus führte als Präsident durch den Reigen an Wort-, Tanz- und Musikvorführeungen. Von Jens Dörr

Haus flankierten im ersten Abschnitt Stefan Hebeling und Michael Sühl, nach der Pause dann Dagmar Schneider und Gabi Wicharz. Für fast jeden hatte der bestens aufgelegte Sitzungschef einen Trinkspruch parat – wenn der Vortragende das nicht wie im Falle von Gerd Girbig („Wo früher eine Leber war, ist heute eine Mini-Bar“) selbst übernahm. Girbigs Darbietung mit Schilderungen aus dem Leben eines Feuerwehrmanns –in diese „Rolle“ versetzten sich viele der rund 100 Zuschauer problemlos hinein –streifte den neuen Rathaus-Chef Gerald Frank ebenso wie die Wehr aus der innig geliebten Nachbargemeinde Eppertshausen und den eigenen Gemeindebrandinspektor Florian Kisling. Girbig hielt sich trotz der angebotenen alkoholischen Verlockungen übrigens schadlos –er hatte am Samstag bei allem Spaß an der Narrenfreud’ Bereitschaftsdienst.

Im weiteren Verlauf des Abends lockerte Andreas Haus mit Musik „aus der Dose“ immer wieder sie Stimmung auf, schon nach der ersten Nummer schunkelten sich die Gäste ein. Die vernahmen unter anderem weise Worte von Lioba Groh, die die hinterwäldlerische, von den Moden der Mode völlig überforderte „Käth aus Kloa-Quetschemoambach“ gab. „Früher war die Verwirrung nit so groß - e Unnerhos kam unner die Hos.“ Englische Begriffe in Serie und die extreme Vielfalt schon beim Büstenhalter - Minimizer, Push-up, Sport-BH, Wonderbra - brachten sie schier zur Verzweiflung. Ihr Fazit: „Man is nit maij wie vun de Natur kreiert - man wird wie e Knetmännsche modelliert!“

Als Vertreter des lustigen Dialogs präsentierten sich am Samstag schließlich Gabi Wicharz und Günter Schneider als „Minsderer Traumpaar“ und Stefan Hebeling und Stefan Schneider als „Annemarie und Mechthild“. Roland Groh gab solo den „Buffetspezialisten“, Josef Haus jammerte als „schwer geplagter Ehemann“. Das Männerballett „Die Kreizverrenker“ (Leitung: Sigi Girbig und Dagmar Schneider) brachte Daniel Oestreicher, Gerd Girbig, Joachim Boucher, Niclas Lohbeck, Thomas Kinzel und Reimund Nathan auf die Bühne, wo es auch beim Auftritt der „Hinnergasse Buwe“ (Sebastian Herd, Maximilian Hotz, Sebastian Grimm, Ferdinand Ries, Matthias Matheis und Christian Richter) optisch wie tonal zur Sache ging. Mit einer Playback-Show leiteten Reiner Bader, Ina und Michael Sühl, Nadine Heckwolf und Stefan Hebeling - alle gecastet von Gabi Wicharz - zum Finale aller Mitwirkenden über.

 

Di. 10.02.2015 15:34 Uhr Alter: 4 Jahre