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Montag, 21. Mai 2018

Münster

Münster blickt auf eine über 750-jährige Geschichte zurück. Es gibt zwei Quellen, die die Existenz Münsters belegen – obwohl man natürlich davon ausgehen kann, dass der Ort schon vorher bestanden hat. Mittels eines Lehensverzeichnises kann man eine erste Nennung Münsters auf das Jahr 1208 datieren. Und 1254 wurde es dann zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Im Laufe der Zeit hatten die verschiedensten Herren hier das Sagen: Die Münzenberger, die Eppsteiner, die Falkensteiner, die Mainzer, die Isenburger, die Hanauer und schließlich die Großherzöge von Darmstadt bis 1918. Danach gehörte Münster bis 1945 zum Volksstaat Hessen.

Altheim ist vermutlich noch älter als Münster. Man muss davon ausgehen, dass der frühromanische Mittelteil der Altheimer Kirche aus dem 11. Jahrhundert stammt und Mittelpunkt einer größeren Siedlung war. Die älteste bekannte Urkunde, in der Altheim erstmals erwähnt wird, stammt allerdings erst aus dem Jahre 1317. Für die Geschichte Altheims von Bedeutung sind die Herren von Eppstein, die Grafen von Hanau-Lichtenberg, die Landgrafen von Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt.

Im Zuge der Gebietsreform kam es zum 31.12.1971 zu einem freiwilligen Anschluss von Altheim an Münster. Damit wurde eine neue Phase in der Geschichte der Gemeinde Münster eingeleitet.

In der Gemarkung Münster wurde über Jahrzehnte ein Munitionslager („Muna") betrieben. Dieses Lager wurde 1995 von der US-Army aufgegeben. Das Gelände dieses ehemaligen Depots ist ca. 280 ha groß und liegt umgeben von Wald westlich von Münster. Es bestand aus dem eigentlichen Depotgelände und dem dazugehörigen Kasernenbereich, der eine Fläche von 20 ha umfasst. Mit dem zuletzt genannten Areal wurden auch die darauf befindlichen Gebäude (Unterkunfts- und Bürogebäude, Werkstatthallen, Sporthalle, Kantine) an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Durch Beschluss der Gemeindevertretung wurde der besagte Kasernenbereich im Juli 1997 zum neuen Ortsteil Breitefeld erklärt, der heute – nach dem Verkauf durch den Bund an Privatinteressenten – als Misch- und Gewerbegebiet genutzt wird.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm die Einwohnerzahl stark zu. Während Münster im Jahre 1950 5.963 Einwohnern/innen zählte, stieg diese Zahl über 6.899 im Jahre 1960 und 8.991 im Jahre 1970 auf nunmehr 15.163 (Stand 30.06.2006) Einwohner/innen einschließlich Altheim an.

Die steigende Einwohnerzahl führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Einrichtungen der öffentlichen Hand. Nach der Erweiterung der Seniorenwohnanlage stehen älteren Bürgerinnen und Bürgern nunmehr 49 preisgünstige Wohnungen sowie Sozialräume zur Verfügung. Im Ortsteil Altheim wurde 1997 ein Gebäude mit 12 behindertengerecht ausgestatteten Seniorenwohnungen fertiggestellt, für die die Gemeinde Münster ein Belegungsrecht hat. Im Jahr 2001 wurde in Münster das Baugebiet „Auf der Hardt" mit 270 Bauplätzen und im Ortsteil Altheim „Östlich der Ringstraße" mit 74 Bauplätzen nach dem Münsterer Modell erschlossen.

Die vier Kindertagesstätten in Münster sowie eine Einrichtung im Ortsteil Altheim, die alle eine Ganztagsbetreuung anbieten, decken den Bedarf an Kindergartenplätzen ab.

Zur Gestaltung der Freizeit und zur Entspannung stehen das Hallenschwimmbad, das Freizeitgelände im Westen von Münster mit Pavillons, Liegewiesen, Spiel- und Grillplätzen sowie Wanderwegen, die Freizeitanlage beim Sportplatz Altheim sowie die Teilweise bis an die Ortslagen heranreichenden Waldungen mit Rundwanderwegen zur Verfügung. Für die Kleinen wurde eine Vielzahl von Kinderspielplätzen und für die etwas Größeren je eine Skateboardanlage beim Festplatz in Münster sowie in der Freizeitanlage in Altheim errichtet. Für Jugendliche steht ein Jugendzentrum in der Kerngemeinde Münster zur Verfügung.

Für Leseratten bieten die im Storchenschulhaus (frühere Mädchenschule) untergebrachte Öffentliche Bücherei Münster sowie die Öffentliche Bücherei im Gustav-Schoeltzke-Haus in Altheim einiges an Lektüre.

Dieses Freizeitangebot wird durch die Gersprenzhalle in Münster, die sich zwischenzeitlich zu einem Mittelpunkt des sportlichen Geschehens in der Gemeinde entwickelt hat, sowie durch den Bürgerpark Weidenweg, in dem sich u.a. eine Minigolfanlage befindet, ergänzt.

Neue Akzente im kulturellen Bereich wurden durch den Bau der Kulturhalle Münster möglich; die im Spätsommer 1996 eingeweiht wurde und je nach Bestuhlung bzw. eventueller Tischanordnung bis zu 750 Besucherinnen/Besuchern Platz bietet.

Neben den verschiedenen Vereinssportstätten hat das 1987 eingeweihte Gersprenz-Stadion mit einer Kunststofflaufbahn die Entfaltungsmöglichkeiten im sportlichen Bereich erheblich verbessert. 1990 wurde im Ortsteil Altheim ein neuer Sportplatz errichtet und damit der Vereins- und Schulsport ebenfalls belebt, zumal mit Beginn des Schuljahres 1992/93 der benachbarte Neubau der Regenbogenschule Altheim bezogen und der Schulunterricht aufgenommen wurde.

Die Gemeinde Münster hat sich zu einer modernen Wohngemeinde entwickelt, die ihren Bürgern viel zu bieten hat, nicht zuletzt durch das vielfältige Angebot und Engagement der Vereine.

Quelle: www.muenster-hessen.de