Fettexplosion

Wie verheerend ein Fettbrand enden kann, wurde 2009 am „Aktionstag der Feuerwehr“ im Rahmen des alljährlichen Oktoberfestes eindrucksvoll demonstriert.

Der Versuchsaufbau besteht aus einem einfachen, der Feuerwehr überlassenen Einkaufswagen, einem Kochtopf und einem Gasbrenner als Wärmequelle. Mit einem Blechdach wird die Dunstabzugshaube imitiert und ein schwenkbarer Stahlbecher ermöglicht das gezielte Löschen aus sicherer Entfernung.

In dem Kochtopf befindet sich handelsübliches Speisefett, welches durch eine Wärmequelle stark erhitzt wird. Wenn die Temperatur des Speisefettes über die des Siedepunktes steigt, ist es sozusagen „selbstentzündlich“. Sobald es Feuer gefangen hat wird ein erster, FALSCHER (!) Löschversuch mit Wasser unternommen.

Das Fett hat angefangen zu brennen
Ein erster Löschversuch mit Wasser wurde durchgeführt
Das Wasser sinkt im ersten Moment unter das brennende Fett und verdampft schlagartig

1 Liter Wasser ergeben 1.700 Liter Wasserdampf – jedes Tröpfchen reißt brennendes Fett mit sich
In diesem Versuch waren es
2 kg Speisefett und
ca. 0,5 Liter Wasser
In der heimischen Küche sind die Ausmaße unvorstellbar!

Aus einem Liter Wasser entstehen ca. 1700 Liter Wasserdampf. Im ersten Moment sinkt das Wasser im Topf unter das brennende Fett, wo es dann schlagartig verdampft. Jeder verdampfende Wassertropfen reißt brennendes Fett mit nach oben, ein gewaltiger Feuerball entsteht! 

Um dieser Situation vorzubeugen sollte ein Topf nie unbeaufsichtigt auf dem eingeschalteten Herd stehenbleiben. Kommt es dennoch zu einem Fettbrand, versuchen Sie niemals das Feuer mit Wasser zu löschen.

Am sichersten ist es,wenn Sie den Topf mit einem Deckel verschließen, und das Feuer so ersticken.