Himmelslaternen

Verstöße gegen das Verbot können mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld geahndet werden

Sachschaden bei einem durch eine Himmelslaterne verursachten Brand in Dieburg

Der Sachschaden bei einem Brand in Dieburg im Juli 2009 betrug etwa 250.000 Euro – die den Brand auslösende Himmelslaterne kostete weniger als 10 Euro.

In Hessen wurde aus diesen Gründen das Aufsteigenlassen von ballonartigen Leuchtkörpern (sogenannten Flug- oder Himmelslaternen, bzw. Skylaternen) seit 23. Juli 2009 verboten.

Angesichts der zunehmenden Bekanntheit der Himmelslaternen und dem vermehrten Einsatz etwa bei Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten sei es vermehrt zu Bränden gekommen, so auch an zwei Wohnhäusern in Dieburg. Dabei waren zwei Dachstühle zerstört worden. Es entstand ein Sachschaden von 250.000 Euro. Mit dem Verbot wolle die Landesregierung den Menschen nicht die Freude am Feiern verbieten, aber es musste aufgrund der Ereignisse abwägt und dem Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Bränden Vorrang geben werden.

Das Land untersagt den Start von Himmelslaternen per Gefahrenabwehrverordnung. Für die Verfolgung und Ahndung sind die örtlichen Ordnungsbehörden zuständig. Wer gegen diese Regelung verstößt, muss mit Bußgeldern in Höhe von bis zu 5.000 Euro rechnen.

Diese Vorschrift erfasst die „Himmelslaternen“, die in der Regel aus Reispapier gefertigt sind, wobei der Auftrieb des Leuchtkörpers durch eine offene Flamme bewirkt wird. Aufgrund dieser Bauweise geht von den Laternen eine nicht unerhebliche Brandgefahr aus. Zudem bestehe nach dem Aufstieg solcher Flugkörper keine Möglichkeit mehr, die Flugrichtung zu kontrollieren bzw. sicherzustellen, dass sie nicht in unmittelbarer Nähe von Häusern, Wäldern oder sonstigen Plätzen und Flächen niedergehen. Das könne insbesondere in der anstehenden trockenen Jahreszeit zu gefährlichen Bränden führen.

Die Nutzung von Himmelslaternen ist mittlerweile in fast allen Bundesländern verboten. In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ist die Verwendung von Fluglaternen generell untersagt.

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