Waldbrand im Münsterer Breitefeld

Zu einem massiven Waldbrand im Bereich Münster-Breitefeld wurden die Freiwilligen Feuerwehren Münster und Dieburg am 13.08.2022 gegen 13 Uhr alarmiert.

Wegen einer weithin sichtbaren Rauchsäule wurden umgehend weitere Feuerwehren zur Einsatzstelle nachgefordert.
Der Brandbereich ist den Einsatzkräften aus dem Juli 2019 gut bekannt, bereits damals kam es zu einem mehrtägigen Brandgeschehen im munitionsbelasteten Bereich des ehemaligen Muna-Geländes.


Auf Grund der speziellen örtlichen Gegebenheiten können die Löschmaßnahmen aktuell nur aus sicherer Entfernung durchgeführt werden. Einen weiteren Schwerpunkt neben den Löschmaßnahmen bildet die Löschwasserversorgung. Hierzu wurden bereits in der Anfangsphase des Einsatzgeschehens Tanklöschfahrzeuge aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg zur Einsatzstelle beordert.


Auch aus dem Hydranten-Netz im Ortsteil Breitefeld und aus offenen Gewässern rund um die Einsatzstelle wurde Löschwasser entnommen. So wurden z.B. aus einem größeren See mit Hochleistungs-Fördersystemen der Feuerwehren Mühlheim, Lorsch und Gr.-Wallstadt große Wassermengen über eine längere Strecke zur Brandstelle gefördert.
Zur Beurteilung der Lage wurden ein Polizeihubschrauber und mehrere Drohnen eingesetzt, dabei wurde eine betroffene Fläche von 250 x 800 Meter (200.000 qm) festgestellt. Zusätzlich wird weiterer Polizeihubschrauber mit einem Außenbehälter zum Ablöschen eingesetzt.
Die Werkfeuerwehren Evonik und Merck in Darmstadt unterstützten die Löschmaßnahmen.  
Im bisherigen Einsatzverlauf gab es sechs leicht verletzte Einsatzkräfte.

Eingesetzte Kräfte:

  • Alle Feuerwehren des Landkreises Darmstadt-Dieburg
  • ELW 2 Landkreis DA-DI
  • Brandschutzaufsichtsdienst DA-DI
  • Brandschutzaufsichtsdienst HMDI
  • Führungsunterstützungsgruppe DA-DI
  • Pressegruppe Feuerwehren Darmstadt-Dieburg

Weitere benachbarte Feuerwehren aus den Nachbarlandkreisen (Angefordert als Löschzüge):

  • Offenbach
  • Bergstraße
  • Odenwald
  • Groß-Gerau
  • Aschaffenburg
  • Miltenberg
  • Main-Kinzig-Kreis
  • Rhein-Neckar-Kreis

Aus den Nachbarstädten:

  • Darmstadt
  • Frankfurt
  • Wiesbaden
  • Aschaffenburg

Berufsfeuerwehren:

  • Darmstadt
  • Frankfurt

Werkfeuerwehren:

  • Merck
  • Evonik
  • Resopal
  • DAW

Verschiedene Einheiten (Beleuchtung / Versorgung) des THW und DRK


Weitere Einheiten:

  • Leitender Notarzt
  • Organisatorischer Leiter Rettungsdienst
  • Landrat Schellhaas
  • Vize-Landrat Köhler
  • Bürgermeister Münster
  • Bürgermeister Dieburg
  • Bürgermeister Messel
  • Hessenforst
  • Bundesforst
  • DB Notfallmanager
  • Polizei
  • Pressestelle Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg
  • Polizeihubschrauber Sperber (RLP)
  • Polizeihubschrauber Ibis
  • Bundeswehr mit Hubschrauber Airbus NH90
  • mehrere Privatunternehmer und Landwirte mit wasserführenden Anhängern und Sattelzügen und einem Raupenmulchgerät.

Update 14.08.2022

Auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag hielten die Brandbekämpfungs-Maßnahmen unvermindert an und es stellten sich die ersten Löscherfolge ein. Im Moment ist das Feuer unter Kontrolle. Mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr und mit einer zusätzlichen Wasserversorgung durch ein spezielles Fördersystem werden große Mengen Löschwasser zur Einsatzstelle gebracht.
Auch ein Raupenmulchgerät eines Privatunternehmens wurde zur Verfügung gestellt, damit konnten breite Wundstreifen angelegt werden um ein Überlaufen des Feuers auf andere Bereiche zu verhindern. Auch zahlreiche Kreiselregner wurden an den Rändern der Waldflächen positioniert, damit wurde ein Übergreifen auf noch nicht betroffene Flächen verhindert.
In den Nachtstunden waren 550 Einsatzkräfte von verschiedenen Rettungsorganisationen vor Ort. Es wurden fortlaufend weitere Kräfte, auch zum Personaltausch alarmiert, im Moment befinden sich Feuerwehren aus drei Bundesländern, neun Landkreisen und den Städten Darmstadt und Frankfurt an der Brandstelle.
Die Brandbekämpfung aus der Luft wird durch die Bundeswehr und die Landespolizei mit Hubschraubern durchgeführt.


Update Tag 3 15.08.2022

Die Löscharbeiten gehen mit voller Intensität weiter.
In der Nacht von Sonntag 14.08. auf Montag 15.08.2022 waren 250 Kräfte im Einsatz.
Mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr und mit den eingerichteten Versorgungsleitungen wurde die Fläche weiter gekühlt und das Feuer unter Kontrolle gehalten.
Vereinzelt aufflammende Glutnester wurden abgelöscht.
Auch die Kreisregner zur Bewässerung der Waldrandflächen waren rund um die Uhr in Betrieb.
In der Nacht waren 250 Einsatzkräfte vor Ort, mit dem Personalwechsel in den Morgenstunden wurde der Personalansatz auf 400 Kräfte erhöht. Die dafür erforderlichen Einheiten werden nach wie vor aus zahlreichen benachbarten Städten und Landkreisen alarmiert.
Gegen 7 Uhr gab es einen Erkundungsflug mit einem Polizeihubschrauber. Dabei wurde die betroffene Fläche, ca. 25 Hektar, mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, zwei größere Hotspots konnten so lokalisiert werden. Diese Flächen werden in die Luftbrandbekämpfung eingebunden. Dafür stehen ein Polizeihubschrauber und ein Hubschrauber der Bundeswehr zur Verfügung.
Zwei eingesetzte Kräfte wurden während der Nachtstunden leicht verletzt und mussten versorgt werden. Insgesamt sind aktuell 22 Betroffene zu verzeichnen, darunter zehn leicht Verletzte. Vom Brandausbruch am Samstag 13.08. bis heute 15.08. waren 2.400 Einsatzkräfte von verschiedenen Hilfsorganisationen zur Bewältigung des Feuers vor Ort.

In den Bereichen Münster, Dieburg, Eppertshausen, Messel, Rödermark und Rodgau kommt es weiterhin zu Geruchsbelästigungen. Gefahr für die Anwohner besteht nicht.

Stand der Meldung, 15.08.2022, 11 Uhr – Quelle: KFV-DADI

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