Rückblick auf 2024 und Neuwahl des Feuerwehrausschusses

Ein Abend voller Rückblicke und Beständigkeit: Am 15. März wählte die Feuerwehr Münster ihren neuen Feuerwehrausschuss und zog zugleich Bilanz über ein ereignisreiches Jahr 2024.

Die Tagesordnung umfasste 13 Punkte und war in zwei Teile gegliedert. Zuerst ging es um den aktiven Teil der Feuerwehr und nach einer kurzen Pause folgten die Berichte aus dem Münsterer Feuerwehrverein. Den Anfang machte Florian Kisling, der bereits seit 17 Jahren als Gemeindebrandinspektor an der Spitze der Feuerwehr Münster steht. Er begann seine Präsentation mit interessanten Kennzahlen zum Jahr 2024. Dabei erläuterte er, dass sich die 195 aktiven Mitglieder auf die Kinderfeuerwehr, zwei Jugendfeuerwehren, die Einsatzabteilung, zwei Ehren- und Altersabteilungen sowie das Blasorchester verteilen. Von den Mitgliedern der Einsatzabteilung wurden insgesamt 9.820 Stunden geleistet, davon 1.970 Einsatz- und 7.850 Ausbildungsstunden. Die durchschnittliche Ausrückzeit betrug vier Minuten und mit 130 Einsätzen war es insgesamt ein eher ruhiges Jahr für die Feuerwehr Münster. Die hohe Ausbildungsbereitschaft zeigte sich in 162 Lehrgangsanmeldungen, von denen jedoch nur 95 Plätze an Münsterer Feuerwehrleute gingen. Weiterhin berichtete Kisling aus den sieben Fachbereichen und zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit. Dazu gehören die Bereiche Administration, Ausbildung, Einsatzplanung, Beschaffung, Wartung / Instandsetzung, Presse- und Medienarbeit und Informations- und Kommunikationswesen. Vor drei Jahren wurde die Struktur des Feuerwehrausschusses umgestellt und durch die neu geschaffenen Fachbereiche die Arbeit besser auf mehrere Schultern verteilt.

Bürgermeister Joachim Schledt durfte fünf Personen eine Anerkennungsprämie im Auftrag des Landes Hessen für ihre langjährige aktive Dienstzeit überreichen. Thekla Hecker und Lukas Jelinek erhielten 250 Euro für 10 Jahre, Andreas Haus und Steffen Schneider 400 Euro für 20 Jahre, Lioba Groh 1.000 Euro für 40 Jahre und Gerd Girbig und Josef Haus sogar 1.500 Euro für 50 Dienstjahre.

Der umfangreichste Tagesordnungspunkt war die Wahl des neuen Feuerwehrausschusses. Die Kontinuität in der Besetzung der Positionen spiegelt die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre wider. Florian Kisling bleibt für weitere drei Jahre Gemeindebrandinspektor, sein Stellvertreter bleibt Andreas Haus. Auch die Fachbereichsleitungen Administration (Andreas Haus), Einsatzplanung (André Wolf), Beschaffung (Andreas Dollheimer), Presse- und Medienarbeit (Michael Sühl) und Informations- und Kommunikationswesen (Julian Koerpel) wurden bestätigt. Ein Wechsel erfolgte im Fachbereich Ausbildung, wo Daniel Szygulski die Nachfolge von Daniel Oestreicher antrat, sowie im Bereich Wartung und Instandsetzung, den nun Daniel Oestreicher von Timo Kreher übernimmt. Tjark Schoeltzke wurde wieder einstimmig zum Sprecher der Einsatzabteilung und Tobias Fieres zum Sprecher der Löschgruppe gewählt. Lukas Jelinek übernimmt die Funktion des Gemeindejugendfeuerwehrwarts von Niclas Lohbeck und übergibt die des Jugendfeuerwehrwartes Münster an Frederick Frühwein. Marcel Weihert bleibt weiterhin Jugendfeuerwehrwart Altheim und Jessica Kraus Leiterin der Kindergruppe. Ebenso unverändert blieben die Vertreter der Ehren- und Altersabteilungen, Franz Orth für Münster und Klaus Weihert für Altheim. Auch Guido Quäling blieb Abteilungsleiter der Musikabteilung, der bereits im Vorfeld von der Abteilung gewählt wurde und an dem Abend nur bekanntgegeben wurde.

Nach einer kurzen Unterbrechung startete der zweite Teil des Abends, die Mitgliederversammlung des Vereins. Stefan Hebeling nutzte die Gelegenheit, um auch aus Vereinssicht nochmal allen Unterstützern im vergangenen Jahr Dank zu sagen. Speziell ging er hierbei auf das Oktoberfest und den Stand am Weihnachtsmarkt ein. Neben diesen Veranstaltungen berichtete er vom Volksradfahren und Volkswandern, bei denen die Feuerwehr Münster jeweils den ersten Platz belegt, dem Tagesausflug nach Koblenz, dem Herbstausflug nach Reichenau in Niederösterreich und der Klausurtagung. Auch wenn der Verein zum Ende des letzten Jahres beachtliche 1.037 Mitglieder zählte, worüber sich Stefan Hebeling sehr freute, verwies er auf den Tag der offenen Tür am 24. Mai dieses Jahres, mit der Hoffnung dort weitere Mitglieder werben zu können.

Finanziell stehe der Verein gut da und man werde die Feuerwehr dieses Jahr mit einer beachtlichen Summe unterstützen, die zur Beschaffung einer neuen und modernen Einsatzbekleidung investiert wird. Hebeling thematisierte die allgemeinen Preissteigerungen, die auch den Feuerwehrverein betreffen. Um weiterhin die Feuerwehr tatkräftig unterstützen zu können, wurde daher ein Antrag zur Anpassung des Mitgliedsbeitrags auf 20 Euro gestellt. Rechnungsführer Florian Herd erläuterte die Preissteigerungen genauer. Er erklärte, dass die Anpassung des Beitrags sehr moderat sei und nicht mal den Wert einer Inflationsbereinigung erreichen würde. Würde man danach vorgehen, dann müsste der Mitgliedsbeitrag im vergangenen Jahr schon über den angepeilten 20 Euro liegen. Der Antrag wurde daher auch einstimmig von der Versammlung angenommen.

Unter dem letzten Punkt „Verschiedenes“ berichtete Stefan Hebeling vom diesjährigen Herbstausflug, der die Feuerwehr diesmal in den Harz führt. Die Reiseleiter Franz Orth und Josef Haus hatten ein abwechslungsreiches Programm für Abenteuerlustige, Kulturinteressierte und Entspannungssuchende zusammengestellt.

Anerkennungsprämien für 10, 20, 40 und 50 Jahre aktive Dienstzeit
Neu gewählter Feuerwehrausschuss mit Gemeindebrandinspektor Florian Kisling in der Mitte