Fortbildung „Druckbelüftung“ – Feuerwehr erweitert ihr Wissen

Wie lässt sich ein stark verrauchtes Gebäude schnell wieder begehbar machen? Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich das Fortbildungsseminar „Druckbelüftung“, an dem unser Kamerad Michael Sühl Ende August an der Hessischen Landesfeuerwehrschule teilnahm. Ziel der dreitägigen Schulung war es, Gruppen- und Zugführer gezielt auf den Einsatz von Lüftern vorzubereiten, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und wertvolle Zeit gewonnen wird.

Die Inhalte des Seminars führten Schritt für Schritt in die Tiefe: Behandelt wurden die Einsatzgrundsätze, also die Regeln für ein sicheres Einsetzen von Lüftern, die Gerätekunde mit unterschiedlichen Bauarten von Lüftern sowie verschiedene Belüftungsverfahren. Ein wichtiger Punkt war dabei das richtige Zusammenspiel von Belüftungs- und Abluftöffnungen, ohne das ein wirksamer Luftstrom nicht zustande kommt. Besonders praxisnah wurde es, als die Teilnehmer die Theorie in zahlreichen Übungen aufgreifen konnten. Unter realitätsnahen Bedingungen wurde der Umgang mit den Geräten geprobt, vom richtigen Aufstellen der Lüfter bis zum gezielten Steuern der Luftströmung.

Fachbegriffe wie „Druckbelüftung“ oder „maschinelle Belüftung“ klingen auf den ersten Blick technisch, lassen sich aber leicht erklären: Mithilfe leistungsstarker Ventilatoren wird Frischluft in ein Gebäude gedrückt. Durch den leichten Überdruck strömt der Rauch nach außen ab. Für die Einsatzkräfte bedeutet das bessere Sicht und einen sicheren Zugang zu eingeschlossenen Personen, für Betroffene wiederum die Chance, schneller ins Freie gebracht zu werden.

Wir gratulieren Michael Sühl daher zum erfolgreich abgelegten Seminar und freuen uns von dem Fachwissen profitieren zu können.