Die Feuerwehr Münster wurde am Abend des 27.08. zu einem unklaren Verkehrsunfall mit neun verletzten Personen nach Altheim alarmiert. Glücklicherweise handelte es sich um eine Zugübung im Rahmen der regulären Ausbildungsdienste.
Gegen 20:10 Uhr machten sich die Feuerwehren aus Altheim und Münster gemeinsam mit dem DRK OV Münster auf den Weg zur „Einsatzstelle“. Wie bei einem realen Einsatz rückten die Fahrzeuge von ihren jeweiligen Standorten aus.
Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs wurde die Unfallstelle umfassend erkundet. Dabei wurden insgesamt neun teils schwer verletzte Personen vorgefunden.

Das angenommene Szenario: Ein Lkw-Fahrer hatte aufgrund eines Herzinfarkts die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war gegen eine Mauer gefahren. Durch den Aufprall stürzte diese auf ein dahinterstehendes Zelt.
Drei Personen wurden durch Teile der Mauer verschüttet und eingeklemmt. Eine weitere Person befand sich unter dem Lkw, während der Fahrer noch in seinem Fahrzeug eingeschlossen war. Vier weitere Verletzte befanden sich unter dem Zelt beziehungsweise in dessen unmittelbarer Nähe.
Die Feuerwehr war mit insgesamt neun Einsatzfahrzeugen vor Ort, der DRK OV Münster mit zwei Fahrzeugen. Um die verschiedenen Rettungsmaßnahmen parallel durchführen zu können, wurde die Einsatzstelle in mehrere Einsatzabschnitte unterteilt.
Der Lkw-Fahrer wurde mithilfe einer Rettungsplattform und eines Spineboards aus dem Fahrzeug gerettet. Auch die unter dem Lkw befindliche Person sowie die vier Verletzten im Bereich des Zeltes konnten zügig gerettet und zur weiteren Versorgung an das DRK übergeben werden.
Die drei durch Mauerteile eingeklemmten Personen wurden in Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und DRK mithilfe von Rüstholz und mehreren hydraulischen Spreizern befreit. Anschließend wurden alle Verletzten durch das DRK versorgt und betreut, unterstützt durch Einsatzkräfte der Feuerwehr.

Parallel zu den Rettungsmaßnahmen lieferte unsere Drohne ein Lagebild aus der Luft und unterstützte bei der Kontrolle des Geländes auf mögliche weitere Betroffene.

Nach der erfolgreichen Rettung aller neun Personen konnte die Übung beendet werden. Das anspruchsvolle Szenario bot eine gute Möglichkeit, insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und DRK sowie verschiedene Maßnahmen der technischen Rettung unter realistischen Bedingungen zu trainieren.
Wir bedanken uns beim DRK OV Münster für die gute Zusammenarbeit und bei der Firma Rudolph für die Bereitstellung des Übungsgeländes und die damit verbundene Möglichkeit, eine solch realitätsnahe Übung durchzuführen.
Im Anschluss ließen alle Übungsteilnehmer den Abend bei Essen und Getränken am Altheimer Feuerwehrhaus gemeinsam ausklingen.



