Am Samstag, den 24. Oktober, fand unsere diesjährige Abschlussübung der Einsatzabteilung statt. Als Übungsobjekt diente diesmal das Hallenbad in Münster. Angenommen wurde ein Brand im ersten Obergeschoss, bei dem sich noch zahlreiche Personen im Gebäude befinden sollten.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte galt es zunächst, sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Insgesamt mussten rund 15 bis 20 Personen gerettet werden. Der größte Teil befand sich im Hallenbad, das von unserer Übungsleitung mit mehreren Nebelmaschinen stark verraucht worden war. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor, suchten die vermissten Personen und brachten sie ins Freie. Eine weitere Person befand sich auf dem Dach und wurde mit unserem Teleskopmastfahrzeug gerettet.
Da das Feuer im Übungsszenario auch auf den benachbarten Kindergarten „Haus der Kinder“ überzugreifen drohte, musste zusätzlich eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut werden. Dabei werden gezielt Strahlrohre eingesetzt, um ein benachbartes Gebäude vor der Hitze und den Flammen zu schützen und so eine weitere Brandausbreitung zu verhindern.
Aufgrund der gemeldeten Anzahl an betroffenen Personen wurde zusätzlich ein sogenannter MANV 20 ausgelöst. MANV steht für „Massenanfall von Verletzten“ und sorgt dafür, dass bei größeren Schadenslagen frühzeitig ausreichend Rettungskräfte alarmiert werden. Unterstützt wurden wir dabei vom DRK-Ortsverein Münster, der mit zwei Fahrzeugen an der Übung teilnahm und die Versorgung der geretteten Personen übernahm.
Im weiteren Verlauf wurde das Alarmstichwort auf F3Y erhöht. Dies steht für einen größeren Brandeinsatz der Alarmstufe 3, bei dem Menschenleben in Gefahr sind. Die damit verbundenen weiteren Alarmierungen, unter anderem der Feuerwehren aus Dieburg und Eppertshausen, wurden bei dieser Übung nur fiktiv durchgeführt.
Bei der Übung orientierten sich unsere Einsatzkräfte unter anderem an dem bestehenden Einsatzplan für das Hallenbad. Dieser sieht beispielsweise vor, dass nachrückende Fahrzeuge zunächst einen Bereitstellungsraum auf dem ehemaligen Elima-Gelände anfahren und von dort aus bei Bedarf zur Einsatzstelle abgerufen werden. So wird verhindert, dass sich zu viele Fahrzeuge unmittelbar am Gebäude sammeln und wichtige Zufahrten blockieren. Insgesamt waren wir mit sieben Feuerwehrfahrzeugen sowie zwei Fahrzeugen vom DRK-Ortsverein an der Übung beteiligt.
Andreas Haus, der die Übung geplant und das Szenario ausgearbeitet hatte, zeigte sich im Anschluss zufrieden mit dem Ablauf. Die vorgesehenen Maßnahmen konnten wie geplant geübt werden und boten eine gute Gelegenheit, die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte zu überprüfen.
Schön war auch, dass einige Zuschauer zum Hallenbad gekommen waren, um sich unsere Arbeit einmal aus der Nähe anzuschauen. Auch Bürgermeister Marcus Milligan war vor Ort und verfolgte die Übung. Nach Abschluss der Übung ging es für uns zurück zum Feuerwehrhaus, wo die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht wurden.









