Datum: 10. März 2026
Alarmzeit: 8:53 Uhr
Alarmierungsart: 50 Führungskräfte, 57 Tageskräfte, 58 Ortskräfte
Dauer: 1 Stunde 4 Minuten
Art: Tierrettung
Einsatzort: Münster / Außerhalb
Fahrzeuge: ELW , LF 10 KatS
Einsatzbericht:
Am Dienstagmorgen meldete eine Anruferin, dass im Wäldchen in der Nähe der L 3095 zwischen Münster und Altheim ein Storch im Baum festhängen würde. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage. In etwa fünf Metern Höhe hatte sich ein Storch in einer Schnur verfangen, die kaum sichtbar zwischen den Bäumen hing. Augenscheinlich handelte es sich um ein Überbleibsel eines Drachens.
Um den Storch nicht zu verletzen und auch unsere Einsatzkräfte durch die Angstreaktion des Tieres nicht zu gefährden, unterstützte uns das Personal der Kläranlage mit ihrem Teleskoplader. Dieser brachte zwei Kameraden in einem Arbeitskorb zum Storch nach oben. Mit einer Decke nahm der eine Kamerad den verängstigten und entkräfteten Storch auf, während der andere die Schnur durchtrennte und das Tier aus der misslichen Lage befreite.
Wieder auf dem Boden angelangt, wurde der Storch noch von den letzten Resten der Schnur befreit, die sich um seinen Flügel gewickelt hatte. Ganz erschöpft von der Hängepartie blieb das Tier zunächst auf der Decke sitzen. Da wir Verletzungen nicht ausschließen konnten, auch wenn äußerlich nichts zu sehen war, klärten wir, welche Stelle den Storch aufnehmen und ihn versorgen könnte.
Nachdem wir einen Platz für den Storch gefunden hatten und uns mit ihm auf den Weg machen wollten, lief der Storch davon. Kurze Zeit später gesellte sich noch ein weiterer Storch zu ihm. Als dieser wieder davonflog, hob auch der zuvor gerettete Storch ab und flog davon.



